Erstkommunionvorbereitung

Grundsätzliches zum Verständnis des Kurses


Die Erstkommunion gehört zusammen mit der Taufe und der Firmung zu den Initiationsriten, also zu den Sakramenten, die in die katholische Kirche eingliedern. Die Erstkommunion wird vorbereitet durch eine theoretische und praktische Einführung in den christlichen Glauben, den Kommunionunterricht oder auch die Katechese, und durch den Empfang des Bußsakraments.
Während der Erstkommunionvorbereitung werden die Kinder somit auf zwei Sakramente vorbereitet:
  1. das „Sakrament der Versöhnung“ (besser als Beichte bekannt)
  2. das „Sakrament der Eucharistie“ (auch Kommunion genannt)
Sakrament bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt: „Heiliges Zeichen“. Sakramente wollen zeichenhaft die Nähe Gottes vermitteln und erfahrbar werden lassen. Sakramente sind Feiern unseres Glaubens. Wir feiern hier, dass Gott sich uns zuwendet mit seiner Barmherzigkeit und seiner Liebe. In den Sakramenten wird ausdrücklich, dass Gott in Beziehung ist mit uns und immer wieder in Beziehung tritt zu jedem einzelnen Menschen.
Von daher geht es von der Sache her bei unserer Sakramentenvorbereitung neben der Vermittlung von Glaubenswissen auch um eine tiefere Ein- und Hinführung in ein Beziehungsgeschehen. Der christliche Glaube ist mehr als Glaubenswissen, es ist ein lebendiges Beziehungsgeschehen zwischen dem Menschen und Gott, der sich in seinem Sohn Jesus Christus als der liebende und menschenfreundliche Gott offenbart hat.
Das Hineinwachsen in diese Glaubensbeziehung zu Jesus Christus, dem menschgewordenen Gott, ist ein Prozess, oft ein lebenslanger Prozess. Dieser Prozess fängt nicht erst mit der Erstkommunionvorbereitung an. Er kann bereits zum Beginn des Lebens spürbar werden. Wichtiges Zeichen ist die Taufe. Mit der Taufe wird ein Mensch Christ, d.h. er wird von Gott angenommen als sein geliebtes Kind und wird aufgenommen in die Gemeinschaft der an Jesus Christus Glaubenden, die wir auch Kirche nennen.
Alles, was den Glauben des Kindes genährt hat und in Zukunft nähren wird, ist förderlich für diesen Prozess der christlichen, in unserem Fall der christlich-katholischen Sozialisation. So z.B. die Glaubenspraxis in der Familie, die religionspädagogische Vermittlung in Kindergarten und Religionsunterricht und die Teilnahme am Leben unserer Pfarrgemeinden.
Das Vorbereitungsteam
Sonja Wencel  Stephanie Thum  Carsten Lener